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20,00 €

Sounds and Nature - Beiträge zu Musik, Recht und Geschichte

von Markus Hirte und Mustafa Temmuz Oğlacıoğlu

 

Schriftenreihe des Mittelalterlichen Kriminalmuseums - Band XVII

 

2026. 168 Seiten, 14,8 x 21 cm, kartoniert

20062

Umwelt und Naturschutz in Musik, Geschichte und Strafrecht

Kleben fürs Klima … harte Strafen für Littering, Beaching und Tyre Extinguishing? Wie gehen wir um mit Umweltsündern? Tut der Staat genug fürs Klima? Klima und Umwelt sind seit einigen Jahren eine der großen gesellschaftlichen Debatten, auch in der Musikbranche: von der Verbesserung der bandeigenen Klimabilanz und medienwirksamen Ermittlungen zur Branchen-CO2-Bilanz bis zur Frage, ob musikpädagogisches Arbeiten Menschen helfen kann, mit der Klimakrise umzugehen. Grund genug, sich des Themas auf dem 3. Symposium zu Musik, Recht und Geschichte des Mittelalterlichen Kriminalmuseums anzunehmen und in einen größeren, auch historischen und juristischen Kontext zu setzen.
Namhafte Experten verschiedenster Disziplinen widmen sich der Geschichte der Symbiose von Musik und Natur, von der Musiktradition der letzten 500 Jahre (Programmmusik) über die Wandervogelbewegung oder das politische Protestlied im 19. und 20. Jahrhundert bis hin zum Veranstaltungsort und Line up des Taubertal-Festivals 2024, dem Kooperationspartner des Symposiums.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Strafrecht und Umwelt mit Impulsen in die Kriminalpolitik und gesellschaftlichen Debatten. So wird einerseits der Schutz der Umwelt durch das Strafrecht untersucht mit einem Fokus auf die bislang unter umweltschutzrechtlichen Gesichtspunkten kaum diskutierte Restauration von Altfahrzeugen. Andererseits nimmt sich der Band auch der entgegengesetzten Blickrichtung an, nämlich des Einsatzes des Strafrechts gegen „Aktionen zum Schutz der Umwelt“, etwa Klimakleben, Tyre Extinguishing u.v.m.
Gänzlich neue juristische Blickwinkel werfen Beiträge zur Strafbarkeit von Verhaltensweisen im Kontext von Superyachten, zur Frage des Ökozids als eigenen Straftatbestand des Völkerstrafrechts oder zur Verursachung von Klimaflucht als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf.