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Das fremde Mittelalter - Gottesurteil und Tierprozess

von Peter Dinzelbacher

Schriftenreihe des Mittelalterlichen Kriminalmuseums Rothenburg ob der Tauber - Band XI

2., erw. Aufl. 2020. 384 Seiten mit 11 farb. und 7 s/w Abb., 14,8 x 21 cm, gebunden

20013

Wie "fremd" ist uns das Mittelalter? Es geht um Phänomene, die schlichtweg unnachvollziehbar scheinen. So die Gottesurteile: Zweikämpfe, glühendes Eisen und blutende Leichen sollten Verbrecher überführen. Nicht minder fremd wirken die späteren Tierprozesse: Gerichte führten sie allen Ernstes gegen Haus- und Nutztiere, gegen Mäuse und Engerlinge.

Grundsätzliche Differenzen im Weltbild und Verhalten darzulegen hilft, eine Mentalität zu verstehen, die mit der "Entzauberung" durch Aufklärung und Naturwissenschaften unhaltbar geworden ist.

Peter Dinzelbacher, geb. 1948, Dr. phil. habil., studierte Geschichte, Klassische Philologie, Kunstgeschichte und Volkskunde. Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten in Deutschland, Österreich, Italien und Dänemark, seit 1998 Honorarprofessor für Mentalitätsgeschichte an der Universität Wien. Zahlreiche Publikationen, speziell zur Religiosität und Mentalität des Mittelalters, u.a.: „Himmel, Hölle, Heilige. Visionen und Kunst im Mittelalter“ (2002), „Europa im Hochmittelalter 1050-1250. Eine Kultur- und Mentalitätsgeschichte“ (2003) und - gemeinsam mit Werner Heinz - „Europa in der Spätantike 300-600“ (2007).